Anmeldungen für die Kulturfahrten 2026 sind möglich

Die Gesellschaft für Heimatpflege in Stadt und Kreis Biberach (GfH) bietet neue Fahrten zur Erkundung der örtlichen Geschichte an. Das Programm startet im April mit einer Fahrt in das Bergwerk Tiefer Stollen in Aalen, danach ist der Besuch der Landesausstellung zu den Römern und ihren Nachbarn im Limes-Museum möglich. Weiter geht es nach Tettnang in das Neue Schloss und nach Bad Buchau, wo wir uns mit der Geschichte der alten Reichsstadt befassen. Der Longseller der Kulturfahrten ist ein erneuter Besuch bei Peter Lenk in seinem Skulpturengarten und die Besichtigung von Radolfzell. Am Rande der Schwäbischen Alb hören wir über die Industriegeschichte des jüdischen Textilgewerbes in Mössingen, nachmittags geht es nach Rexingen, früher eine Landjudengemeinde, heute mit einer lebendigen Erinnerungskultur. Die letzte Kulturfahrt führt uns nach Nürtingen und befasst sich mit zwei privaten Sammlungen zur modernen Kunst: Die Sammlungen Domnick und Ruoff werden besichtigt.

Das Programm steht allen Interessierten offen und ist über die Homepage gfh-biberach.de/kulturfahrten abrufbar. Anmeldungen und Nachfragen zum Programm an andrearexer@gmx.de

 

 

Den Opfern ihre Namen zurückgeben – ein Gedenkbuch für die 180 Euthanasie-Opfer im Landkreis Biberach.

Unter der Rubrik „Projekte“ finden Sie die Ergebnisse der Forschungsgruppe über die Euthanasie-Opfer im Landkreis Biberach. Im Moment werden 180 Opfer aufgelistet, die in den Tötungsanstalten Grafeneck und Hadamar, in der Zwischenanstalt Zwiefalten oder in anderen Anstalten  ermordet wurden. Von ihnen sind die Namen, Geburts- und Sterbedaten bekannt. Teilweise konnte die Forschungsgruppe auch weitere biografische Angaben zusammentragen. So entsteht ein Bild über Menschen, die aufgrund ihrer Krankeit oder Behinderung von den Nationalsozialisten als nicht lebenswert eingestuft wurden. Die Auflistung der Opfer soll anregen, über Opfer aus der eigenen Familie zu forschen und die Ergebnisse im Gedenkbuch zu veröffentlichen. Anlässlich des Gedenktags am 27. Januar (Befreiung von den Gefangenen in Ausschwitz) hat die Schwäbische Zeitung im Regionalteil des Landkreis Biberach über diese Forschungsarbeit berichtet. Link zum Digitalen Gedenkbuch.