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Sonntag, 16.August

Auf den Spuren der Pausa-Textilfabrik in Mössingen und der Landjudengemeinde in Rexingen

Mössingen auf der Alb war Anfang des 20. Jahrhunderts nur ein großes Dorf, allerdings mit einigen Textilfabriken, darunter diejenige der Familie Löwenstein. Welf Schröter vom Löwensteinschen Forschungsverein e.V., ein ausgewiesener Experte der Geschichte der Pausa, wird uns durch die Stadt und zu den Erinnerungsorten der Pausa und der Familien Löwenstein führen. Die Pausa bestach durch innovative Unternehmensführung, Bauhaus Architektur und Bauhaus Textildesignerinnen, die modernes Stoff-Design entwarfen und last but not least war die Pausa beim einzigen Generalstreik gegen Hitlers Ermächtigung am 31. Januar 1933 beteiligt. Schröter wird uns auch über die nicht weniger interessante Geschichte der Aufarbeitung der Vertreibung und quasi Enteignung der Familien Löwenstein durch den Löwensteinschen Forschungsverein berichten. 

Nachmittags fahren wir nach Rexingen und widmen wir uns einer der größten ehemaligen jüdischen Landgemeinde in Württemberg. Wir besuchen dort die frühere Synagoge. Am 9. November 1938 wurde sie geschändet, angezündet, gelöscht und dann der jüdischen Gemeinde genommen. Über 120 Juden wurden von Rexingen aus deportiert, nur 3 überlebten. Seit 1952 ist sie evangelische Kirche und zugleich ein Gedenk- und Lernort. Eine Ausstellung erzählt die Geschichte des Gebäudes und zeigt Bilder aus dem Leben der jüdischen Gemeinde. Ein Thema dabei ist die Geschichte der Gruppenauswanderung im April 1938 mit der Gründung des Ortes Shavei Zion

Im Anschluss besuchen wir den größten jüdischen Friedhof der Region, der 1760 angelegt wurde und fast tausend Gräber umfasst.

 Reiseleitung:  Christa Lauber und Hubertus-Jörg und örtliche Führer/innen

Gesamtpreis: 45 € für Mitglieder des Geschichtsvereins und 50 € für Nichtmitglieder